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In Folge 12 des kleinen Büchertischs befassen wir uns mit dem Finanzkapital von Lucas Zeise und wagen eine grundlegende Analyse des modernen Kapitalismus. Wir sprechen über Geld, Kredit und Banken – und darüber, warum Finanzkrisen keine Betriebsunfälle sind, sondern systemische Folgen kapitalistischer Produktions- und Eigentumsverhältnisse.Ausgehend von Marx, Hilferding und Lenin zeigt Zeise, wie sich Industrie- und Bankkapital zum Finanzkapital verschmelzen, warum Banken Geld nicht nur verwalten, sondern selbst erzeugen, und weshalb Kredit und Spekulation zentrale Machtinstrumente sind. Wir erklären, was fiktives Kapital ist, wie Monopole und Finanzmärkte zusammenwirken und warum der Staat im Kapitalismus nicht neutral, sondern strukturell mit dem Finanzkapital verbunden ist.Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der Entwicklung seit den 1970er-Jahren: Neoliberalismus, Deregulierung, Finanzialisierung, wachsende Ungleichheit und die politische Rolle von Zentralbanken, Fonds und Vermögensverwaltern. Auch die Finanzkrise 2007/08, die Eurokrise und die heutigen globalen Machtverhältnisse werden in diesen Zusammenhang eingeordnet.Diese Folge ist keine moralische Abrechnung mit „gierigen Bankern“, sondern eine materialistische Analyse der Herrschaft des Finanzkapitals. Wer verstehen will, warum Krisen immer wiederkehren, warum Sparpolitik politisch durchgesetzt wird, muss die Regel verstehen. Wir sind nicht profitorientiert freuen uns aber sehr über Spenden für unsere Ausgaben:Paypal: https://www.paypal.com/paypalme/kommu...IBAN: DE50 5001 0517 5438 1634 51 Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
56m 15s · Dec 27, 2025
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